Photo by kate.sade on Unsplash

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Nach 20 Jahren Büroarbeit

Anfang März bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen. In diesem geht es um eine Puppe namens Emma. Was es mit Emma, dem Bürojob und Bewegung auf sich hat erfahrt ihr im folgenden Beitrag.

Emma ist eine Puppe, die innerhalb eines Forschungsprojekts des Herstellers von Büroprodukten Feellowes, dem Futuristen William Higham  und anderen Experten entstanden ist. Dabei stellt Emma das Worst Case Szenario dar, wenn wir keine Veränderungen an unserem Arbeitsplatz vornehmen. Die Forscher untersuchten die gesundheitlichen Auswirkungen eines typischen Bürojobs und bündelten ihre Ergebnisse in der lebensgroßen Puppe Emma. Dabei gilt zu beachten, dass Emma ein Beispiel ist.

Emmas äußeres Erscheinungsbild

Dadurch, dass die Puppe so real aussieht ist es einfacher die Risiken direkt zu sehen. Higham sagt dazu „Wenn man anfängt zu sagen: ‚Sie könnten so aussehen. Das könntest du sein‘, denke ich, dann können sich die Menschen besser mit dem Thema identifizieren.“

Emma hat bleiche, blasse Haut durch das künstliche Licht. Außerdem weisen ihre Arme Ekzemen bedingt durch den Stress und rote Stellen von der Laptop wärme auf. Die schlechte Luftqualität im Büro lässt Ihre Nasennebenhöhlen anschwellen und es wachsen vermehrt Nasen- und Ohrenhaare. Das permanente starren auf den Bildschirm verursacht rotgereizte Augen. Durch das gekrümmte Sitzen an ihrem Arbeitsplatz hat sie einen Buckel. Ihre Beine haben Krampfadern, da das Sitzen sich negativ auf die Durchblutung auswirkt. Ihre Handgelenke und Knöchel sind geschwollen, der Bauch hat einen ,,Rettungsring“ gebildet und ihre Muskulatur ist degeneriert. All das sind Auswirkungen von immer gleichen Bewegungsabläufen und einem Bewegungsmangel.

Was wir ändern können

Es muss nicht so weit kommen. Emma zeigt Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern, dass es an der Zeit ist den Büroalltag zu verändern. Arbeitnehmer können durch einfache Dinge, wie nur ein Drucker pro Etage einzurichten, den Mülleimer ans Ende des Raums und nicht direkt unter den Tisch zu stellen, zu Kollegen rüber gehen statt zu telefonieren, die Toilette in einem anderen Stockwerk benutzen, den Weg zur Arbeit wenn möglich mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu bestreiten oder Meetings im Gehen abhalten, mehr Bewegung in ihr Büroleben bringen. Arbeitgeber könnten darüber nachdenken, wie man die Arbeitsplätze angenehmer, ergonomischer und flexibler gestallten kann.

Es ist wichtig die Haltung oft zu wechseln und sich zwischendurch zu bewegen und nicht „nur“ am Abend die fehlende Bewegung ausgleichen zu wollen. Natürlich ist es positiv, wenn man sich nach der Arbeit noch sportlich betätigt, weil man durch Bewegung seinen Stoffwechsel ankurbelt, jedoch kann man lange Sitzperioden (> 1h) nicht durch mehr Bewegung am Abend kompensieren (Diplom Sportwissenschaftler Christof Otte).

Abschließend bleibt zu sagen, dass du alleine etwas dafür tun kannst, damit dein Bürojob dich nicht krank macht. Natürlich möchte Feellowes ihre Produkte für ergonomischen Arbeitsplätze verkaufen weshalb die Studie sehr extrem dargestellt wird. Nichtsdestotrotz sind die Erkenntnisse der Studie nicht zu ignorieren und decken sich mit anderen Studien, die gezeigt haben, dass es wichtig für unsere Gesundheit ist lange Sitzperioden öfter zu unterbrechen.

Quelle:

https://www.fellowes.com/de/de/loesungen/fellowespraesentiert/unsere-arbeitskollegin-der-zukunft.aspx